Therapie des SPK

Krebstherapie

Die Therapie des Speiseröhrenkrebses sollte immer interdisziplinär, d.h. in Absprache von Chirurgie, Strahlentherapie und Onkologie entschieden werden. Das Therapieregime ist dabei abhängig vom Staging wie auch dem Allgemeinzustand und anderen chronischen Erkrankungen.

Operation
Die operative Entfernung eines Tumors gilt noch immer als der erfolgreichste Weg, einen Tumor, der noch nicht gestreut hat, zu besiegen. Die Operation des Speiseröhrenkrebses gehört zu den "großen" Operationen und sollte unbedingt von sehr erfahrenen Chirurgen durchgeführt werden, die diese Operation häufig machen, da die Komplikationsrate sehr hoch ist.

Chemotherapie und Bestrahlung
Der Speiseröhrenkrebs spricht auf eine Chemotherapie nur mäßig an, deshalb wird diese Therapie zusammen mit einer Bestrahlung kombiniert (Chemoradiatio).
Diese Kombination wird auch bei fortgeschrittenem Krebs im oberen Drittel angewendet, weil eine Oparation dort kompliziert und mit dem Verlust des Kehlkopfes verbunden ist. Studien haben gezeigt, dass durch eine Chemoradiatio in diesem Fall ebenfalls eine Heilung möglich ist. Bei dieser Methode erfolgt die Bestrahlung über 6 Wochen. Gleichzeitig wird meist in der ersten und fünften Woche stationär eine Chemotherapie verabreicht. Am häufigsten wird dabei Cisplatin und 5-FU eingesetzt und neuerdings auch Taxane.
Eine Bestrahlung oder die Kombination mit einer Chemotherapie wird auch neoadjuvant (vor der OP) eingesetzt, um die Tumormasse zu verringern und so eine OP zu ermöglichen.

Monoklonale Antikörper
Ein neuer Ansatz ist die Therapie mit Cetuximab ("Erbitox"). Dabei handelt es sich um einen Antikörper gegen ein bestimmten Wachstumsfaktor (EGFR), der benötigt wird, um neue Blutgefäße zu bilden, die der Tumor für sein Überleben braucht. Blockt man den Wachstumsfaktor, so hungert der Tumor aus. Das ist eine geniale Idee, aber leider gibt es teils erhebliche Nebenwirkungen, so dass die Infusion nur stationär erfolgen kann. Man weiß inzwischen, dass auch gesunde Zellen diesen Wachstumsfaktor haben, die dann ebenfalls zerstört werden und zu den  Nebenwirkungen führen.

Komplementäre Therapien
Der Wunsch nach begleitenden Therapien aus dem Bereich der Naturheilkunde ist bei vielen Erkrankten groß. Man hat Angst vor den Nebenwirkungen der schulmedizinischen Behandlungen und hofft, diese oder auch Langzeitfolgen mildern zu können.
Ich selbst habe mich damals entschieden, während der Chemotherapie nur Homöopathie einzusetzen, da mir das Risiko zu groß war, dass durch extra Vitamine usw. die Wirksamkeit der Chemos verringert wird.
Während der Strahlentherapie habe ich dann allerdings vor jeder Bestrahlung Selen geschluckt, da nach derzeitiger Studienlage Selen die Wirksamkeit hier nicht verringert, aber die Nebenwirkungen kleiner hält. Mir hat es gut getan, die Entzündungen hielten sich in Grenzen und ich benötigte keine PEG.
Komplementäres habe ich erst in Angriff genommen, als die schulmedizinische Behandlung beendet war.
Wer sich für komplementäre Verfahren interessiert oder sie anwenden möchte, sollte das nie ohne ärztliche Begleitung tun, denn auch die "natürliche" Substanzen, die dann eingesetzt werden, haben Neben- und Wechselwirkungen.
Informationen inkl. Therapeutenliste finden Sie unter www.biokrebs.de.
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